La Decima


Gustav Mahler (1860-1911): Decima Sinfonia in fa diesis minore (1910), completata da Deryck Cooke (1919-27 ottobre 1976). SWR Symphonieorchester, dir. Michael Gielen.

I. Andante-Adagio
II. Scherzo [a 24:45]
III. Purgatorio [a 36:38]
IV. Scherzo [a 40:48]
V. Finale [a 53:48]


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Cambio della guardia in estate

Gustav Mahler (7 luglio 1860-1911): Ablösung im Sommer, Lied (c1887-90); testo da Des Knaben Wunderhorn rielaborato da Mahler. Dietrich Fischer-Dieskau, baritono; Leonard Bernstein, pianoforte (registrazione dell’8 novembre 1968).


Lo stesso Lied nella versione orchestrale di Harold Byrns. Bernd Weikl, baritono; Philharmonia Orchestra, dir. Giuseppe Sinopoli.

Kuckuck hat sich zu Tode gefallen
An einer grünen Weiden,
Kuckuck ist tot! Kuckuck ist tot!
Hat sich zu Tod’ gefallen!
Wer soll uns denn den Sommer lang
Die Zeit und Weil vertreiben?

Ei! Das soll tun Frau Nachtigall,
Die sitzt auf grünem Zweige;
Die kleine, feine Nachtigall,
Die liebe, süße Nachtigall!
Sie singt und springt, ist allzeit froh,
Wenn andre Vögel schweigen.

Wir warten auf Frau Nachtigall,
Die wohnt im grünen Hage,
Und wenn der Kukuk zu Ende ist,
Dann fängt sie an zu schlagen!

Il cucù è caduto, morto,
ai piedi di un verde salice,
Il cucù è morto! Il cucù è morto!
È caduto, morto!
Chi mai, per tutta la lunga estate,
ci aiuterà a far passare il tempo?

Ah! Ci penserà il signor usignolo
che sta sopra un verde ramo;
il piccolo, gentile usignolo,
il caro, dolce usignolo!
Canta e saltella, sempre allegro,
quando gli altri uccelli tacciono.

Aspettiamo il signor usignolo,
che abita in mezzo al verde,
e quando il cucù se ne sarà andato
comincerà a cantare!

Ablösung im Sommer

Mahler al pianoforte


Gustav Mahler (7 luglio 1860-1911): incisioni su rullo perforato (1905):

  • Ich ging mit Lust durch einen grunen Wald
  • Ging heut’ morgen uber’s Feld [a 3:06]
  • Das himmlische Leben (dalla Quarta Sinfonia) [a 6:08]
  • Trauermarsch (dalla Quinta Sinfonia) [a 14:14]

(Da 10:42 a 14:13 c’è purtroppo un rumore di fondo alquanto fastidioso dovuto a un difetto del cd.)

Da kam ein Engelein


Gustav Mahler (1860-1911): Urlicht (da Des Knaben Wunderhorn). Maria Radner (1981-24 marzo 2015), contralto.

O Röschen rot,
Der Mensch liegt in größter Not,
Der Mensch liegt in größter Pein,
Je lieber möcht’ ich im Himmel sein.
Da kam ich auf einem breiten Weg,
Da kam ein Engelein und wollt’ mich abweisen.
Ach nein, ich ließ mich nicht abweisen!
Ich bin von Gott und will wieder zu Gott,
Der liebe Gott wird mir ein Lichtchen geben,
Wird leuchten mir bis in das ewig selig’ Leben!

Maria Radner era, con il figlio e il marito, sul volo Germanwings 9525.


Lunedì Mahler

Gustav Mahler (1860-1911): Das klagende Lied per soli, coro e orchestra, versione originale in 3 parti (1878-1880); testi del compositore, ispirati da fiabe di vari autori, fra i quali Ludwig Bechstein e i fratelli Grimm. Susann Dunn, soprano; Brigitte Fassbaender, mezzosoprano; Markus Baur, voce bianca; Werner Hollweg, tenore; Andreas Schmidt, basso; Städt-Musikverein Düsseldorf; Radio Symphonierorchester Berlin, dir. Riccardo Chailly.


I. Waldmärchen [Fiaba della foresta]

Una regina offre la propria mano al cavaliere che riuscirà a portarle un certo fiore rosso che cresce nella foresta; due fratelli si impegnano nella ricerca: il più giovane trova il fiore misterioso, ma l’altro lo uccide, ne seppellisce il cadavere sotto un salice e quindi si reca con il fiore alla reggia per esigere il premio pattuito.

Es war eine stolze Königin,
gar lieblich ohne Massen;
kein Ritter stand nach ihrem Sinn,
sie wollt’ sie alle hassen.
  O weh, du wonniglichet Weih!
  Wen blühet wohl dein süsser Leib?

Im Wald eine rote Blume stand,
ach, so schön wie die Königinne;
welch Rittersmann die Blume fand,
der konnt’ s die Frau gewinnen!
  O weh, du stolzer Königin!
  Wann bricht er wohl, dein stolzer Sinn?

Zwei Brüder zogen zum Walde hin:
sie wollten die Blume suchen.
Der Eine hold und von mildem Sinn,
der And’ re konnte nur Fluchen!
  O Ritter, schlimmer Ritten mein,
  o liessest du das Fluchen sein!

Als sie so zogen eine Weil’,
da kamen sie zu scheiden;
das war ein Suchen nun in Eil’
im Wald und auf der Heiden!
  Ihr Ritter mein, in schnellem Lauf,
  wer findet wohl die Blume?

Der Junge zieht durch Wald und Heid’,
er brauch nicht lang zu geh’n:
bald sieht er von Ferne bei der Weid’
die rote Blume steh’n.
  Die hat er auf Hut gesteckt,
  und dann zur Ruhe sich hingestreckt.

Der And’re zieht im wilden Hang,
umsonst durchsucht er die Heide,
und als der Abend herniedersank,
da kommt er zur grünen Weide!
  O weh, wem er dort schlafen fand,
  die Blume am Hut, am grünen Band!

Du wonniglische Nachtigall,
und Rothkelchen hinter der Hecken,
wollt ihr mit eurem süssen Schall
den armen Ritter erwecken.
  Du rote Blume hinter’m Hut,
  du blinkst und glänzest ja wie Blut!

Ein Auge blickt in wilder Freud’,
dess’ Schein hat nicht gelogen;
ein Schwert von Stahl gläzt ihm zur Seitß,
das hat er nun gezogen.
  Der Alte lacht unterßm Weidenbaum,
  der Junge lächelt wie im Traum.

Ihr Blumen, was seid ihr vom Thau so schwer?
Mir scheint, das sind gar Thränen!
Ihr Winde, was weht ihr so traurig daher,
was will euer Raunen und Wähnen?
  ”Im Wald auf der grünen Heide,
  da steht eine alte Weide.”


II. Der Spielmann [Il menestrello]

Un menestrello giunge nel luogo del delitto; sotto il salice rinviene un piccolo osso, dal quale ricava un flauto: quando soffia nello strumento, il suono che ne esce è un canto strano e amaro che narra l’accaduto. Recandosi poi alla reggia, il menestrello attraversa il reame facendo risuonare ovunque il canto dolente.

Beim Weidenbaum, im kühlen Tann,
da flattern die Dohlen und Rahen,
da liegt ein blonder Rittersmann
unter Blättern und Blüten begraben.
Dort ist’ s so lind voll von Duft,
als ging ein Weinen durch die Luft!
  O Leide, Leide!

Ein Spielmann zog einst des Weges daher,
da sah er ein Knöchlein blitzen;
er hob es auf, als wär’s ein Rohr,
wollt’ sich eine Flöte d’raus schnitzen.
O Spilemann, lieber Spielmann mein,
das wird ein seltsam Spielman sein!
  O Leide, weh! O Leide!

Der Spielmann setzt die Flöte an,
und lässt sie laut erklingen.
O Wunder, was nun da begann,
welch´’ seltsam traurig Singen!
Es klingt so traurig und doch so schön,
wer’s hört, der möcht vor Leid vergrh’n!
  O Leide, Leide!

“Ach Spielman, lieber Spielmann mein,
das muss ich dir nun klagen:
um ein schönfarbig Blümelein
hat mich mein Bruder erschlagen.
Im Walde bleicht mein junger Leib,
mein Bruder freit ein wonnig Weib!
  O Leide, Leide! Weh!”

Der Spielmann ziehet in die Weit’,
lässt’s überall erklingen.
“Ach weh, ach weh, ihr lieben Leut’!
Wass soll denn euch mein Singen?
Hinauf muss ich des Königs Saal,
hinauf zu des Königs holdem Gemahl!”
  O Leide, weh! O Leide!


III. Hochzeitsstück [Scena di nozze]

Nella reggia, durante la festa nuziale, il re è colto da un cupo presentimento vedendo entrare il menestrello. Il «canto lamentoso e accusatore» risuona ancora e suscita il terrore negli astanti; la regina perde i sensi, le antiche mura crollano, le tenebre calano sul reame, che ne è del banchetto di nozze?

Von hohen Felsen erglänzt das Schloss,
die Zinken erschall’ n und Drometten;
dort sitzt der Ritter mutiger Tross,
die Frau’ n mit goldenen Ketten.
Was will wohl der jubelnde, fröhliche Schall?
Was leuchtet und glänzt im Königssaal?
  O Freude, heia! Freude!

“Und weisst du’ s nicht warum die Freud’?
“Hei, dass ich dir’ s sagen kann:
die Königin hält Hochzeit heut’
mit dem junger Rittersmann.”
Seht hin, die stolzer Königin!
Heut’ bricht er doch, ihr stolzer Sinn!
  O Freude, heia! Freude!

Was ist der König so stumm und bleich?
Hört nicht des jubels Töne,
sieht nicht die Gäste, stolz und reich,
der Könogin holde Schöne.
Was ist der König so bleich und stumm?
Was geht ihm wohl in Kopf herum?
Ein Spielmann tritt zur Türe herein!
Was mag’ s wohl mit dem Spielmann sein?
  O Leide, Leide! Weh!

“Ach Spielmann, lieber Spielmann mein!
Das muss ich dir nun klagen:
um ein schönfarbig Blümelein
hat mich mein Bruder erschlagen.
Im Walde bleicht mein junger Leib,
mein Bruder freit ein wonnig Weib!”
  O Leide, weh! O Leide!

Auf springt der König von seinem Thron
und blickt auf die Hockzeitrund;
und nimmt die Flöte in frevelndem Hohn,
und setzt sie selbst an den Mund.
O Schrecken, was nun da erklang!
Hört ihr die Märe, todesbang?
  O Leide, weh! O Leide!

“Ach Bruder, lieber Bruder mein,
da hast mich ja erschlagen;
nun bläst du auf meinem Totenbein,
dess’ muss ich ewig klagen.
Was hast du mein junges Leben
dem Tode hingegeben?
  O Leide, weh! O Leide!

Am Boden liegt die Königin,
die Pauken verstummen und Zinken;
mit Schrecken die Ritter und Frauen flieh’n,
die alten Mauern sinken.
Die Lichter verloschen im Königssaal!
Was ist es wohl mit dem Hochzeitsmahl?
  Ah Leide!


Mahler non ha specificato a quale genere musicale appartenga Das klagende Lied: probabilmente non era chiaro nemmeno a lui. Di certo non è una cantata, come ben argomenta Quirino Principe:

«Il termine cantata per designare Das klagende Lied […] è evidentemente improprio. Il soggetto non è sacro, e neppure laico, politico, giocoso: è fiabesco e desueto, rintracciato attraverso mediazioni letterarie non eccelse. Anche se il termine di confronto delle mediazioni, la raccolta dei Grimm, è illustre, il loro punto d’arrivo, il testo mahleriano, punta troppo sulla narrazione e poco sull’allegoria. Quasi tutto quel che c’è di simbolico lo dobbiamo alla musica del giovane compositore.»

«In quest’opera prima, la musica consuma il testo, non lo rispetta affatto, e proprio per renderlo il piú espressivo possibile lo traduce in termini interamente musicali. […] In Das klagende Lied la scelta di uno strumento o di una voce umana o di un’indicazione espressiva significa meditazione sulle colpe individuali, sul peccato originale, sul posto riservato nel mondo all’innocenza. Ma i mezzi in cui Mahler si riconosce artista morale non sono usati per costruire mura. Misurandosi con i grandi costruttori, o con gli ultimi custodi delle preziose costruzioni, Mahler avverte che il suo compito sarà diverso: riconoscere le pietre dopo il crollo e l’abbandono, aprirsi la via tra le rovine» (Q. Principe).

«I caratteri musicali del Klagende Lied rimandano al mondo dell’opera romantica tedesca, da Weber al giovane Wagner (non oltre il Lohengrin), vi sono poi echi da Schubert, Schumann, Bruckner; ma agli aspetti “colti” si uniscono inseparabilmente inflessioni melodiche di sapore popolare slavo o boemo, poeticamente evocate. Il risultato nel suo insieme è inconfondibilmente mahleriano, e lo stesso convergere in una luce nuova delle varie influenze citate diventa un aspetto personalissimo. Il mondo fiabesco e medievale del primo romanticismo viene rievocato attraverso il filtro di una distanza struggente, ha già il sapore di un mondo perduto, come quello dell’innocenza “ingenua” e popolare del Wunderhorn. Nel tono epico-leggendario di questa rievocazione c’è posto per una mahleriana mescolanza di accenti tragici, macabri, derisori, cupi o inteneriti, per nervosi, repentini trapassi, per gesti febbrili e inquieti, già fin d’ora tesi a una lacerata evidenza, per visionarie intuizioni timbriche. L’esordio mahleriano con una fiaba si apre ad una dimensione narrativa e schiude prospettive “teatrali”, ma di un teatro puramente immaginario» (P. Petazzi).


Lunedì Mahler

Gustav Mahler (1860-1911): 3 Lieder (detti Poisl-Lieder, 1880). Thomas Hampson, baritono; David Lutz, pianoforte.


1. Im Lenz

Sag’an, du Träumer am lichten Tag,
was willst du heut’ mit dem Bangen?
Du wandelst so stumm durch Lenz und Hag,
als wärst du von Blinheit befangen.

Ich bin nicht blind und sehe doch nicht,
mir ist nicht dunkel und ist nicht licht,
könnt’ lachen und könnte weinen,
doch sagen könnt’ ich es Keinem.

O sieht dich die Sonne so freundlich an,
was sollen dir Schmerz und Reue!
Wirf ab deine Last, du trauriger Mann,
und freu’ dich an Sonne und Bläue.

Mich freut keine Sonne, mich freut kein Blau,
und hab’ doch den Frühling so gerne.
Ach, die ich allein nur am liebsten erschau,
die weilt schon lang in der Ferne.


2. Winterlied

Über Berg und Tal
mit lautem Schall
tönet ein Liedchen.
Durch Schnee und Eis
dringt es so heiss
bis zu dem Hüttchen.
Wo das Feuer brummt,
wo das Rädchen summt
im traulichen Stübchen.
Um den Tisch herum
sitzen sie stumm.
Hörst du mich, Liebchen?

Im kalten Schnee,
sieh’ wie ich steh’,
sing’ zu dir, Mädchen!
Hat denn mein Lied
so dich erglüht,
oder das Rädchen?
O liebliche Zeit,
wie bist du so weit,
o selige Stunden…
Ach, nur ein Blick,
war unser Glück
ewig verschwunden.


3. Maitanz im Grünen

Ringel, ringel Reih’n!
Wer fröhlich ist, der schlinge sich ein!
Wer sorgen hat, der lass’ sie daheim!
Wer ein liebes Liebchen küßt,
Wie glücklich der ist!
Ei, Hänsel, du hast ja kein’s!
So suche dir ein’s!
Ein schönes Liebchen, das ist was Fein’s. Juchhe!

Ringel, ringel Reih’n!
Ei, Gretel, was stehst denn so allein?
Guckst doch hinüber zum Hänselein?
Und ist doch der Mai so grün?
Und die Lüftelein zieh’n!
Ei, seht doch den dummen Hans!
Wie er rennet zum Tanz!
Er suchte eine Liebchen, Juchhe!
Er fand’s! Juchhe!
Ringel, ringel Reih’n!


Questi Lieder, che avrebbero dovuto far parte di un ciclo di cinque, furono composti nel febbraio del 1880 per Josephine Poisl, figlia del mastro di posta di Iglau, una smorfiosetta che illuse il povero Gustav e poi gli fece scrivere dal padre una lettera di benservito. Per piacere a Josephine, il diciannovenne musicista si era perfino fatto crescere la barba…

Mahler con barba