Alla Luna: Schubert & Hölty – II

Franz Schubert (1797 - 1828): An den Mond, Lied per voce e pianoforte D 468 (1816) su testo di Ludwig Christoph Heinrich Hölty. Dietrich Fischer-Dieskau, baritono; Gerald Moore, pianoforte.

Was schauest du so hell und klar
Durch diese Apfelbäume,
Wo einst dein Freund so selig war,
Und träumte süße Träume?
Verhülle deinen Silberglanz,
Und schimmre, wie du schimmerst,
Wenn du den frühen Todtenkranz
Der jungen Braut beflimmerst!

Du blickst umsonst so hell und klar
In diese Laube nieder;
Nie findest du das frohe Paar
In ihrem Schatten wieder!
Ein schwarzes, feindliches Geschick
Entriß mir meine Schöne!
Kein Seufzer zaubert sie zurück,
Und keine Sehnsuchtsthräne!

O wandelt sie hinfort einmal
An meiner Ruhestelle,
Dann mache flugs mit trübem Stral
Des Grabes Blumen helle!
Sie setze weinend sich aufs Grab,
Wo Rosen niederhangen,
Und pflücke sich ein Blümchen ab,
Und drück’ es an die Wangen.


D 468

Alla Luna: Schubert & Hölty – I

Franz Schubert (1797 - 1828): An den Mond, Lied per voce e pianoforte op. 57 n. 3, D 193 (1817) su testo di Ludwig Christoph Heinrich Hölty. Ian Bostridge, tenore; Julius Drake, pianoforte.

Geuß, lieber Mond, geuß deine Silberflimmer
Durch dieses Buchengrün,
Wo Phantasien und Traumgestalten immer
Vor mir vorüberfliehn!

Enthülle dich, daß ich die Stätte finde,
Wo oft mein Mädchen saß,
Und oft, im Wehn des Buchbaums und der Linde,
Der goldnen Stadt vergaß!

Enthülle dich, daß ich des Strauchs mich freue,
Der Kühlung ihr gerauscht,
Und einen Kranz auf jeden Anger streue,
Wo sie den Bach belauscht!

Dann, lieber Mond, dann nimm den Schleier wieder,
Und traur’ um deinen Freund,
Und weine durch den Wolkenflor hernieder,
Wie dein Verlaßner weint!


D 193

Alla Luna: Schubert & Goethe

Franz Schubert (1797 - 1828): An den Mond, Lied per voce e pianoforte su testo di Wolfgang Goethe: 1a versione, D 259 (19 agosto 1815). Christoph Prégardien, tenore; Andreas Staier, fortepiano.


2a versione, D 296 (autunno 1815). Hans Peter Blochwitz, tenore; Rudolf Jansen, pianoforte.

Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;

Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.

Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh- und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud’ und Schmerz
In der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd’ ich froh;
So verrauschte Scherz und Kuß
Und die Treue so.

Ich besaß es doch einmal,
was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!

Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu!

Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.

Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,

Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.


D 259

Notturno – XIII

Franz Schubert (1797 – 1828): Adagio in mi bemolle maggiore per violino, violoncello e pianoforte op. 148, D 897 (c1828). Augustin Dumay, violino; Frédéric Lodéon, violoncello; Jean-Philippe Collard, pianoforte.
Pubblicato per la prima volta nel 1846 dall’editore viennese Diabelli con il titolo apocrifo di Notturno, probabilmente era stato concepito quale movimento intermedio di una composizione di più ampio respiro – forse il Trio in si bemolle maggiore op. 99, D 898.


Serenata – V


Franz Schubert (1797 – 19 novembre 1828): Ständchen, Lied D 957/4 (1828) su testo di Ludwig Rellstab. Peter Schreier, baritono; Walter Olbertz, pianoforte.

Leise flehen meine Lieder
Durch die Nacht zu Dir;
In den stillen Hain hernieder,
Liebchen, komm’ zu mir!

Flüsternd schlanke Wipfel rauschen
In des Mondes Licht;
Des Verräthers feindlich Lauschen
Fürchte, Holde, nicht.

Hörst die Nachtigallen schlagen?
Ach! sie flehen Dich,
Mit der Töne süßen Klagen
Flehen sie für mich.

Sie verstehn des Busens Sehnen,
Kennen Liebesschmerz,
Rühren mit den Silbertönen
Jedes weiche Herz.

Laß auch Dir das Herz bewegen,
Liebchen, höre mich!
Bebend harr’ ich Dir entgegen!
Komm’, beglücke mich!


D 957/4

Una sinfonia da diecimila dollari

Kurt Magnus Atterberg (12 dicembre 1887 - 1974): Sesta Sinfonia in do maggiore op. 31 (1927-28). Sveriges Radios Symfoniorkester, dir. Stig Westerberg.

  1. Moderato
  2. Adagio [9:56]
  3. Vivace [22:21]

Nel 1928 questa sinfonia vinse un concorso indetto dalla Casa discografica Columbia per celebrare il centenario della morte di Franz Schubert; alla composizione di Atterberg fu assegnato un premio di 10.000 dollari: ciò le valse il titolo di Dollarsymfonin.


Sarabanda e variazioni

Gustav Nottebohm (12 novembre 1817 – 1882): Variazioni sopra un tema di J. S. Bach per pianoforte a 4 mani op. 17 (1865). Hans-Peter e Volker Stenzl.
Più che come compositore, oggi Nottebohm è noto quale musicologo: pubblicò numerosi studi su Beethoven ancor oggi considerati fondamentali, curò un catalogo tematico delle composizioni di Schubert e raccolse un’imponente quantità di partiture di musica barocca e prebarocca.
Il tema di queste Variazioni è tratto dalla Sarabanda (III movimento) della Suite francese n. 1 in re minore BWV 812. Nottebohm eseguì spesso l’op. 17 in concerto insieme con Brahms.

Nottebohm, op. 17