Un tipo allegro

Jacobus Barbireau (1455 - 1491): Een vroylic wesen a 3 voci. Ensemble Blondel: Belinda Paul, Emily Baines e Lizzie Gutteridge, bombarde.


Barbireau, Een vroylic wesen

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Da me tornerai

Edvard Grieg (1843 - 1907): «Solvejgs sang / Solvejgs Lied», dalle musiche di scena (1875) per il dramma Peer Gynt di Henrik Ibsen (atto III, n. 19); traduzione tedesca di Christian Morgenstern. Lucia Popp, soprano; Academy of St Martin in the Fields, dir. Neville Marriner.

Der Winter mag scheiden, der Frühling vergehn,
der Sommer mag verwelken, das Jahr verwehn,
Du kehrst mir zurück, gewiß, du wirst mein,
ich hab es versprochen, ich harre treulich dein.

Gott helfe dir, wenn du die Sonne noch siehst.
Gott segne dich, wenn du zu Füßen ihm kniest.
Ich will deiner harren, bis du mir nah,
und harrest du dort oben, so treffen wir uns da!

(traduzione per allegri pessimisti:
«Forse l’inverno passerà, la primavera se ne andrà, l’estate appassirà e l’anno intero svanirà, ma un giorno tornerai, lo so. E io fedelmente ti aspetterò, te l’ho promesso. Che Dio ti aiuti, se ancora vedi il sole. Che Dio ti benedica, se ti inginocchi davanti a Lui. Io ti aspetterò, fino a quando arriverai da me. E se rimarrai lassù, lassù ci incontreremo!»)

Ieri sera passava in tv un servizio sull’attentato di piazza Fontana accompagnato in sottofondo dalla Canzone di Solvejg: non mi viene in mente un accostamento meno congruo. Una volta in Rai stavano più attenti a certe cose.
Conosco molte interpretazioni di questa composizione, diverse sono disponibili online grazie a YouTube, ma nessuna mi commuove come quella di Lucia Popp.
Ciao, Lucia, ci manchi molto 😦


Chiari di Luna – V

Clara Schumann (1819 - 1896): Der Mond kommt still gegangen, Lied per voce e pianoforte op. 13 n. 4 (1844) su testo di Emanuel Geibel (1815 - 1884). Barbara Bonney, soprano; Vladimir Aškenazi, pianoforte.

Der Mond kommt still gegangen
Mit seinem gold’nen Schein.
Da schläft in holdem Prangen
Die müde Erde ein.

Und auf den Lüften schwanken
Aus manchem treuen Sinn
Viel tausend Liebesgedanken
Über die Schläfer hin.

Und drunten im Tale, da funkeln
Die Fenster von Liebchens Haus;
Ich aber blicke im Dunklen
Still in die Welt hinaus.


Clara Schumann, op. 13 n. 4

Ebbro di Luna

Arnold Schoenberg (1854 - 1951): Mondestrunken, Lied (n. 1) da Pierrot lunaire per voce femminile e ensemble da camera (1912) su liriche di Albert Giraud (1860 - 1929) tradotte in tedesco da Otto Erich Hartleben (1864 - 1905). Christine Schäfer, voce; Ensemble Intercontemporain, dir. Pierre Boulez.

Den Wein, den man mit Augen trinkt,
Giesst Nachts der Mond in Wogen nieder,
Und eine Springflut überschwemmt
Den stillen Horizont.

Gelüste, schauerlich und süss,
Durchschwimmen ohne Zahl die Fluten!
Den Wein, den man mit Augen trinkt,
Giesst Nachts der Mond in Wogen nieder.

Der Dichter, den die Andacht treibt,
Berauscht sich an dem heiigen Tranke,
Gen Himmel wendet er verzückt
Das Haupt und taumelnd saugt und schlürft er
Den Wein den man mit Augen trinkt.


Pierrot lunaire

Chiari di Luna – III

Johannes Brahms (1833 - 1897): Mondenschein, Lied per voce e pianoforte op. 85 n. 2 (1882) su testo di Heinrich Heine. Dame Margaret Price, soprano; Graham Johnson, pianoforte.

Nacht liegt auf den fremden Wegen,
Krankes Herz und müde Glieder; –
Ach, da fliesst, wie stiller Segen,
Süsser Mond, dein Licht hernieder.

Süsser Mond, mit deinen Strahlen
Schleuchest du das nacht’ge Grauen;
Es zerrinnen meine Qualen,
Und die Augen übertauen.


Brahms, op. 85 n. 2

Alla Luna: Schubert & Hölty – II

Franz Schubert (1797 - 1828): An den Mond, Lied per voce e pianoforte D 468 (1816) su testo di Ludwig Christoph Heinrich Hölty. Dietrich Fischer-Dieskau, baritono; Gerald Moore, pianoforte.

Was schauest du so hell und klar
Durch diese Apfelbäume,
Wo einst dein Freund so selig war,
Und träumte süße Träume?
Verhülle deinen Silberglanz,
Und schimmre, wie du schimmerst,
Wenn du den frühen Todtenkranz
Der jungen Braut beflimmerst!

Du blickst umsonst so hell und klar
In diese Laube nieder;
Nie findest du das frohe Paar
In ihrem Schatten wieder!
Ein schwarzes, feindliches Geschick
Entriß mir meine Schöne!
Kein Seufzer zaubert sie zurück,
Und keine Sehnsuchtsthräne!

O wandelt sie hinfort einmal
An meiner Ruhestelle,
Dann mache flugs mit trübem Stral
Des Grabes Blumen helle!
Sie setze weinend sich aufs Grab,
Wo Rosen niederhangen,
Und pflücke sich ein Blümchen ab,
Und drück’ es an die Wangen.


D 468

Alla Luna: Schubert & Hölty – I

Franz Schubert (1797 - 1828): An den Mond, Lied per voce e pianoforte op. 57 n. 3, D 193 (1817) su testo di Ludwig Christoph Heinrich Hölty. Ian Bostridge, tenore; Julius Drake, pianoforte.

Geuß, lieber Mond, geuß deine Silberflimmer
Durch dieses Buchengrün,
Wo Phantasien und Traumgestalten immer
Vor mir vorüberfliehn!

Enthülle dich, daß ich die Stätte finde,
Wo oft mein Mädchen saß,
Und oft, im Wehn des Buchbaums und der Linde,
Der goldnen Stadt vergaß!

Enthülle dich, daß ich des Strauchs mich freue,
Der Kühlung ihr gerauscht,
Und einen Kranz auf jeden Anger streue,
Wo sie den Bach belauscht!

Dann, lieber Mond, dann nimm den Schleier wieder,
Und traur’ um deinen Freund,
Und weine durch den Wolkenflor hernieder,
Wie dein Verlaßner weint!


D 193