Per Roberto d’Angiò

Philippe de Vitry (31 ottobre 1291 - 1361): O canenda vulgo per compita / Rex quem metrorum / Rex regum, mottetto a 4 voci. Ensemble Sequentia.
Il brano celebra Roberto d’Angiò, detto il Saggio (1277 - 1343), re di Napoli dal 1309; il sovrano non è citato nel testo, ma le lettere iniziali dei versi del motetus (2a voce) ne formano il nome (acrostico). Secondo varie testimonianze dell’epoca, Roberto d’Angiò fu un munifico mecenate e protettore delle arti, e in particolare amava la musica, dilettandosi nel cantare e nel comporre.
Il testo del triplum è una feroce invettiva contro un denigratore del re. Chi fosse questo vituperevole personaggio non ci è dato di sapere.

Triplum

O canenda vulgo per compita
ab eterno belial dedita
seculorum nephanda rabies
et delira canum insanies.
quem cum nequis carpere dentibus
criminaris neque lactrattibus
damnum colens tu quid persequeris
virum iustum et tuo deseris
rege regi quem decor actuum
illuminat quem genus strenuum
et sanctorum multa affinitas
sibi facta lux splendor claritas
corruscantem reddit pre ceteris
quemadmodum nocturnis syderis
iubar phebus perventus abtulit
dei proth dolor lapsum pertulit
iherusalem dominum proprium
ihesum spernens habes in socium.

Motetus

Rex quem metrorum depingit prima figura
Omne tenens in se quod dat natura beatis
Basis iusticie troianus iulius ausu
Ecclesie tuctor machabeus hector in arma
Rura colens legum scrutator theologie
Temperie superans augustum iulius hemo
Virtutes cuius mores genus actaque nati
Scribere non possem possint tuper ethera scribi.

Contratenor

[senza testo.]

Tenor

Rex regum.

(O indicibile follia dei nostri tempi, possa tu essere cantata a tutti su ogni strada, condannata all’inferno per l’eternità, delirio di cani pazzi! Perché perseguiti l’uomo giusto, colui che non puoi lacerare con i tuoi denti né accusare con i tuoi latrati, cercando la sua distruzione, e perché abbandoni il tuo re, che la bellezza delle opere reali illumina, che l’ascendenza nobilita e che le tante affinità con i santi, la luce che è sua, lo splendore, la limpidezza rendono più brillante di chiunque altro, allo stesso modo in cui Febo sorgendo sembra spegnere il bagliore delle stelle notturne? Tu hai come unico compagno lo stesso peccato contro Dio, miserabile a dirsi, che Gerusalemme ha commesso nel respingere il suo legittimo Signore, Gesù.

Il re che la prima lettera di questi versi raffigura racchiude in sé tutte le cose che la natura dona ai beati. È la base della giustizia, uno Iulo di Troia per il suo coraggio, un guardiano della Chiesa, un Maccabeo [cioè un guerriero valoroso, NdT], un Ettore in armi, che protegge il proprio Paese osservando allo stesso tempo le leggi della teologia, superando Giulio Augusto in temperanza. Poiché non saprei descrivere a parole le virtù, il carattere, la famiglia e le azioni di un uomo così ricco di qualità, possano queste cose essere scritte lassù nei cieli.

Re dei re.)


Idyllen op. 21

Egon Wellesz (21 ottobre 1885 - 1974): Idyllen, fünf Klavierstücken zu Gedichten von Stefan George op. 21 (1917). Margarete Babinsky.

  1. In ruhig fließender Bewegung

    …Kostbarer wie sie die Quelle verstreut
    Schmächtigem Springbrunn Funken entstieben…
    Werden sie leuchten, leuchten mir heut?
    Werd ich die süßen Traumaugen lieben?
                          (Gartenfrühlinge.)

  2. Schwebend [3:05]

    …In umschwärmendem Chor
    Und in zitternder Jagd
    Nach den Wiesen die Woge
    Nach Silber Smaragd

    So folgen dir froh
    Die dein lächeln erkürt…
    O mein tag mir so gross
    Und so schnell mir entführt!
                          (Tag-Gesang.)

  3. Mäßig [6:49]

    …Ein rauschendes Geflitter
    Entzückt und quält – macht schwer und frei.
    Ein Schwanken süß und bitter
    Ein Singen sonder Melodei…
                          (Morgenschauer.)

  4. Verträumt [10:21]

    Frühe nacht verwirrt die ebnen Bahnen
    Kalte Traufe trübt die Weiher
    Glückliche Apolle und Dianen
    Hüllen sich in nebelschleier…
                          (Die Gärten schließen.)

  5. Langsam. Frei im Vortrag [13:33]

    Wie eine tiefe Weise
    Die uns gejubelt und gestöhnt
    In neuem Paradeise
    Noch lockt und rührt wenn schon vertönt.
                          (Blaue Stunde.)


Egon Wellesz

Mon las coeur s’en va mourir

Claudin de Sermisy (c1490 - 13 ottobre 1562): Secourez moy, chanson a 4 voci (pubblicata nella raccolta Trente et sept chansons musicales a quatre parties, 1531); testo di Clément Marot. Ensemble «Clément Janequin».

Secourez-moi ma dame par amours
Ou autrement la mort me vient quérir.
Autre que vous ne peut donner secoursv
À mon las coeur lequel s’en va mourir.
Hélas, hélas, venez tôt secourir
Celui qui vit pour vous en grand tristesse,
Car de son coeur vous êtes la maîtresse.


Altre composizioni di Claudin de Sermisy in questo blog:

Bella madre de’ fiori

Heinrich Schütz (1585 - 1672): O primavera, gioventù de l’anno, 2a parte: O dolcezze amarissime d’amore, madrigale a 5 voci, SWV 1-2 (pubblicato nel Primo libro de madrigali, 1611, nn. 1-2); testo di Battista Guarini (Pastor fido III:1). The Consort of Musicke, dir. Anthony Rooley.

O primavera, gioventù dell’anno,
bella madre de’ fiori,
d’erbe novelle, e di novelli amori;
tu ben lasso ritorni,
ma senza i cari giorni
de le speranze mie;
ché del perduto mio caro tesoro
la rimembranza misera e dolente
tu ben sei quella
ch’eri pur dianzi si vezzosa e bella.
Ma non son io quel che già un tempo fui,
sì caro a gli occhi altrui.

2a parte :

O dolcezze amarissime d’amore,
quanto è più duro perdervi,
che mai non v’haver
o provate o possedute,
come saria l’amor felice stato,
se’l già goduto ben non si perdesse,
o quando egli si perde
ogni memoria ancora
del dileguato ben si dileguasse.


Mahler e il pappagallo

Gustav Mahler (1860 - 1911): Das Lied von der Erde, ciclo di Lieder per 2 voci soliste (tenore e contralto oppure baritono) e orchestra (1908-09); testi desunti dalla raccolta Die chinesische Flöte (1907) di Hans Bethge, con varie modifiche e interpolazioni del compositore. Kathleen Ferrier, contralto; Set Svanholm, tenore; New York Philharmonic, dir. Bruno Walter. Registrato nel 1948.

I. Das Trinklied vom Jammer der Erde (da Li Bai, 701 - 762)

Schon winkt der Wein im goldnen Pokale,
Doch trinkt noch nicht, erst sing ich euch ein Lied!
Das Lied vom Kummer soll auflachend
in die Seele euch klingen. Wenn der Kummer naht,
liegen wüst die Gärten der Seele,
Welkt hin und stirbt die Freude, der Gesang.
Dunkel ist das Leben, ist der Tod.

Herr dieses Hauses!
Dein Keller birgt die Fülle des goldenen Weins!
Hier, diese Laute nenn’ ich mein!
Die Laute schlagen und die Gläser leeren,
Das sind die Dinge, die zusammen passen.
Ein voller Becher Weins zur rechten Zeit
Ist mehr wert als alle Reiche dieser Erde!
Dunkel is das Leben, ist der Tod.

Das Firmament blaut ewig und die Erde
Wird lange fest stehen und aufblühn im Lenz.
Du aber, Mensch, wie lang lebst denn du?
Nicht hundert Jahre darfst du dich ergötzen
An all dem morschen Tande dieser Erde!

Seht dort hinab! Im Mondschein auf den Gräbern
hockt eine wildgespenstische Gestalt –
Ein Aff ist’s! Hört ihr, wie sein Heulen hinausgellt
in den süßen Duft des Lebens!
Jetzt nehm den Wein! Jetzt ist es Zeit, Genossen!
Leert eure goldnen Becher zu Grund!
Dunkel ist das Leben, ist der Tod!

II. Der Einsame im Herbst (da Qian Qi, 710 - 782) [8:31]

Herbstnebel wallen bläulich überm See;
Vom Reif bezogen stehen alle Gräser;
Man meint’, ein Künstler habe Staub vom Jade
Über die feinen Blüten ausgestreut.

Der süße Duft der Blumen is verflogen;
Ein kalter Wind beugt ihre Stengel nieder.
Bald werden die verwelkten, goldnen Blätter
Der Lotosblüten auf dem Wasser ziehn.

Mein Herz ist müde. Meine kleine Lampe
Erlosch mit Knistern;
es gemahnt mich an den Schlaf.
Ich komm zu dir, traute Ruhestätte!
Ja, gib mir Ruh, ich hab Erquickung not!

Ich weine viel in meinen Einsamkeiten.
Der Herbst in meinem Herzen währt zu lange.
Sonne der Liebe, willst du nie mehr scheinen,
Um meine bittern Tränen mild aufzutrocknen?

III. Von der Jugend (forse da Li Bai) [17:27]

Mitten in dem kleinen Teiche
Steht ein Pavillon aus grünem
Und aus weißem Porzellan.

Wie der Rücken eines Tigers
Wölbt die Brücke sich aus Jade
Zu dem Pavillon hinüber.

In dem Häuschen sitzen Freunde,
Schön gekleidet, trinken, plaudern,
Manche schreiben Verse nieder.

Ihre seidnen Ärmel gleiten
Rückwärts, ihre seidnen Mützen
Hocken lustig tief im Nacken.

Auf des kleinen Teiches stiller
Wasserfläche zeigt sich alles
Wunderlich im Spiegelbilde,

Alles auf dem Kopfe stehend
In dem Pavillon aus grünem
Und aus weißem Porzellan;

Wie ein Halbmond steht die Brücke,
Umgekehrt der Bogen. Freunde,
Schön gekleidet, trinken, plaudern.

IV. Von der Schönheit (da Li Bai) [20:24]

Junge Mädchen pflücken Blumen,
Pflücken Lotosblumen an dem Uferrande.
Zwischen Büschen und Blättern sitzen sie,
Sammeln Blüten in den Schoß und rufen
Sich einander Neckereien zu.

Goldne Sonne webt um die Gestalten,
Spiegelt sie im blanken Wasser wider.
Sonne spiegelt ihre schlanken Glieder,
Ihre süßen Augen wider,
Und der Zephyr hebt mit Schmeichelkosen das Gewebe
Ihrer Ärmel auf, führt den Zauber
Ihrer Wohlgerüche durch die Luft.

O sieh, was tummeln sich für schöne Knaben
Dort an dem Uferrand auf mut’gen Rossen,
Weithin glänzend wie die Sonnenstrahlen;
Schon zwischen dem Geäst der grünen Weiden
Trabt das jungfrische Volk einher!
Das Roß des einen wiehert fröhlich auf
Und scheut und saust dahin;
Über Blumen, Gräser, wanken hin die Hufe,
Sie zerstampfen jäh im Sturm die hingesunknen Blüten.
Hei! Wie flattern im Taumel seine Mähnen,
Dampfen heiß die Nüstern!
Goldne Sonne webt um die Gestalten,
Spiegelt sie im blanken Wasser wider.

Und die schönste von den Jungfraun sendet
Lange Blicke ihm der Sehnsucht nach.
Ihre stolze Haltung is nur Verstellung.
In dem Funkeln ihrer großen Augen,
In dem Dunkel ihres heißen Blicks
Schwingt klagend noch die Erregung ihres Herzens nach.

V. Der Trunkene im Frühling (da Li Bai) [26:45]

Wenn nur ein Traum das Leben ist,
Warum denn Müh und Plag?
Ich trinke, bis ich nicht mehr kann,
Den ganzen, lieben Tag!

Und wenn ich nicht mehr trinken kann,
Weil Kehl und Seele voll,
So tauml’ ich bis zu meiner Tür
Und schlafe wundervoll!

Was hör ich beim Erwachen? Horch!
Ein Vogel singt im Baum.
Ich frag ihn, ob schon Frühling sei,
Mir ist als wie im Traum.

Der Vogel zwitschert: “Ja! Der Lenz
Ist da, sei kommen über Nacht!”
Aus tiefstem Schauen lausch ich auf,
Der Vogel singt und lacht!

Ich fülle mir den Becher neu
Und leer ihn bis zum Grund
Und singe, bis der Mond erglänzt
Am schwarzen Firmament!

Und wenn ich nicht mehr singen kann,
So schlaf ich wieder ein,
Was geht mich denn der Frühling an!?
Laßt mich betrunken sein!

VI. Der Abschied (da Meng Haoran, 689 - 740, e Wang Wei, 699 - 759) [30:56]

Die Sonne scheidet hinter dem Gebirge.
In alle Taeler steigt der Abend nieder
Mit seinen Schatten, die voll Kuehlung sind.
O sieh! Wie eine Silberbarke schwebt
Der Mond am blauen Himmelssee herauf.
Ich spuere eines feinen Windes Weh’n
Hinter den dunklen Fichten!

Der Bach singt voller Wohllaut
durch das Dunkel.
Die Blumen blassen im Daemmerschein.
Die Erde atmet voll von Ruh’ und Schlaf,
Alle Sehnsucht will nun traeumen.
Die mueden Menschen geh’n heimwaerts,
Um im Schlaf vergess’nes Glueck
Und Jugend neu zu lernen!
Die Voegel hocken still in ihren Zweigen.
Die Welt schlaft ein!

Es wehet kuehl im Schatten meiner Fichten.
Ich stehe hier und harre meines Freundes;
Ich harre sein zum letzten Lebewohl.
Ich sehne mich, o Freund, an deiner Seite
Die Schoenheit dieses Abends zu geniessen.
Wo bleibst du? Du laesst mich lang allein!
Ich wandle auf und nieder mit meiner Laute
Auf Wegen, die vom weichen Grase schwellen.
O Schoenheit!
O ewigen Liebens – Lebens – Trunk’ne welt!

Er stieg vom Pferd und reichte ihm
Den Trunk des Abschieds dar.
Er fragte ihn, wohin er fuehre
Und auch warum es muesste sein.
Er sprach, seine Stimme war umflort:
Du, mein Freund,
Mir war auf dieser Welt das Glueck nicht hold!
Wohin ich geh’?
Ich geh’, ich wand’re in die Berge.
Ich suche Ruhe fuer mein einsam Herz.
Ich wandle nach der Heimat, meiner Staette.
Ich werde niemals in die Ferne schweifen.
Still ist mein Herz und harret seiner Stunde!
Die liebe Erde allueberall
Blueht auf im Lenz und gruent aufs neu!
Allueberall und ewig blauen licht die Fernen!
Ewig… ewig…


Mahler allora aveva composto otto sinfonie e messo in musica un gran numero di poesie. Si era mosso dalla composizione polifonica a quella a voci diverse, talvolta sonorità e forme senza architettura nascondevano un anelito inquieto verso qualcosa di ancora proibito: la cacofonia. Quando componeva, lasciava pendere all’angolo della bocca un sigaro spento; si isolava in un piccolo chalet sul pendio della montagna sovrastante la loro dimora estiva.

Le sue sinfonie le scriveva sempre partendo dalla fine, sì, era il motivo per cui in generale era diventato compositore: per scoprire come avesse effettivamente inizio la musica. E nemmeno pensava seguendo un percorso piano e orizzontale come tutti gli altri, ma procedendo a grandi balzi.

[…]

Quella sera Alma lesse ad alta voce da Die chinesische Flöte per Mahler, che aveva trascorso tutta la giornata chiuso nel piccolo chalet sul pendio a lavorare a un andante comodo in re maggiore, una sequenza di suoni che potevano costituire il finale di un’ulteriore opera sinfonica.

Sì, quelle poesie le conosceva fin troppo bene da tempo. Talvolta ne era rimasto profondamente toccato. Era stato perfino convinto di avere il dovere di metterle in musica. […] Però non aveva mai trovato la via giusta per affrontare quel lavoro.

[…]

Il mattino seguente, mentre era in cammino verso il suo quaderno di musica e il suo pianoforte, Mahler si imbatté in uno dei contadini del villaggio. Grüss Gott, dissero entrambi. Poi Mahler sentì il contadino fischiettare un motivetto dall’angolo della bocca.

Si fermò ad ascoltare.

Curioso, disse fra sé. Curioso.

Mentre il contadino ripeteva instancabilmente la sua piccola melodia, Mahler si voltò e lo raggiunse di cor­sa. Ansimava pesantemente quando si fermò davanti al contadino fischiettante, il cuore di Mahler era già allora affetto da qualcosa di sconosciuto e ineluttabile. E domandò:

Mio ottimo signor coltivatore, dove avete preso quella melodia?

Melodia? disse il contadino.

Sì, disse Mahler, voi stavate fischiettando una melodia dall’angolo della bocca.

Non lo sapevo, disse il contadino.

No, disse Mahler, così è la musica, quasi sempre.

Volete dire questo pezzetto? disse il contadino. E nell’angolo sinistro della bocca fi­schiettò le cinque note do - re - mi - sol - la.

Proprio quello, disse Mahler. Proprio quello.

Ah, disse il contadino. Era un uccello. Un uccello variopinto dentro una gabbia, dei signori di Vienna si erano stancati di averlo, dicevano che era un’ara, e cantava a questo modo ogni giorno e notte. Se non gli mettevamo sopra la coperta.

Grazie, disse Mahler. Vi sono infinitamente grato.

Oh, fece il contadino. Di niente.

Fu ciò che diede l’avvio al lavoro. Per la prima volta in vita sua, Mahler scrisse con il pensiero rivolto tutto il tempo verso la fine, adesso sapeva come tutto avesse avuto inizio, il canto della miseria sulla terra.

(Da Il pappagallo di Mahler (1999) di Torgny Lindgren.
Traduzione di Carmen Giorgetti Cima, © Iperborea 2002)


Giorno d’autunno

Simon Bainbridge (30 agosto 1952): Herbsttag / Autumn Day per doppio coro a cappella (1993) su testo di Rainer Maria Rilke nella traduzione inglese di James Blair Leishman. The Ionian Singers, dir. Timothy Salter.

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Lord, it is time. The summer was so great.
Impose upon the sundials now your shadows
and round the meadows let the winds rotate.

Command the last fruits to incarnadine;
vouchsafe, to urge them on into completeness,
yet two more south-like days; and that last sweetness,
inveigle it into the heavy vine.

He’ll not build now, who has no house awaiting.
Who’s now alone, for long will so remain:
sit late, read, write long letters, and again
return to restlessly perambulating
the avenues of parks when leaves downrain.

Veni, creator Spiritus – di Victoria

Tomás Luis de Victoria (1548 - 1611): Veni, creator Spiritus, inno a 4 voci (pubblicato in in Hymni totius anni, 1581, n. 10) sul testo tradizionalmente attribuito a Rabano Mauro, arcivescovo di Magonza (IX secolo). Ensemble Plus Ultra, dir. Michael Noone.

I (gregoriano)

Veni, Creator Spiritus,
mentes tuorum visita,
imple superna gratia,
quæ tu creasti pectora.

II (Victoria)

Qui diceris Paraclitus,
donum Dei altissimi,
fons vivus, ignis, caritas,
et spiritalis unctio.

III (gregoriano)

Tu septiformis munere,
dextræ Dei tu digitus,
tu rite promissum Patris,
sermone ditans guttura.

IV (Victoria)

Accende lumen sensibus,
infunde amorem cordibus,
infirma nostri corporis
virtute firmans perpeti.

V (gregoriano)

Hostem repellas longius,
pacemque dones protinus:
ductore sic te prævio,
vitemus omne noxium.

VI (Victoria)

Per te sciamus, da, Patrem,
noscamus atque Filium,
te utriusque Spiritum
credamus omni tempore.

VII (gregoriano)

Gloria Patri Domino,
Natoque qui amor tuis:
surrexit, ac Paraclito,
in sæculorum sæcula.