Mors


Perotino (c1160 – c1230): Mors, clausula a 4 voci. Theatre of Voices, dir. Paul Hillier.


Notre-Dame, 15 marzo 2019

La mia mente m’è confusa – VII

Hans Leo Hassler von Roseneck (1564 – 1612): Mein Gmüth ist mir verwirret, Lied a 5 voci (pub­blicato con il n. 24 nella raccolta Lustgarten Neuer Teutscher Gesäng, Balletti, Galliarden und Intraden mit 4. 5. 6. und 8. Stimmen, 1601). Ensemble The Playfords.

Mein Gmüth ist mir verwirret,
das macht ein Jungfrau zart,
bin ganz und gar verirret,
mein Herz das kränckt sich hart,
hab tag und nacht kein Ruh,
führ allzeit grosse klag,
thu stets seufftzen und weinen,
in trauren schier verzag.

Ach daß sie mich thet fragen,
was doch die uersach sei,
warum ich führ solch klagen,
ich wolt irs sagen frei,
daß sie allein die ist,
die mich so sehr verwundt,
köndt ich ir Hertz erweichen,
würd ich bald wider g’sund.

Reichlich ist sie gezieret,
mit schön thugend ohn Ziel,
höflich wie sie gebüret,
ihrs gleichen ist nicht viel,
für andern Jungfraun zart
führt sie allzeit den Preiß,
wann ichs anschau, vermeine,
ich sei im Paradeiß.

Ich kann nicht ganz erzehlen,
Ihr schon und tugend viel,
Fur all’n wollt ich’s erwehlen,
wär es nur auch ihr will,
Dass sie ihr Herz und Lieb
geg’n mir wendet allzeit,
So wurd mein Schmerz und klagen,
verkehrt in grosse Freud.

[Aber ich muß auffgeben,
und allzeit traurig sein,
solts mir gleich kosten Leben,
das ist mein gröste Pein,
dann ich bin ir zu schlecht,
darumb sie mein nicht acht,
Gott wolts für leid bewahren,
durch sein Göttliche macht.]

Ed ecco il Lied di Hassler che ha fornito la melodia ad alcuni fra i più famosi e amati corali pro­testanti. Il testo, ascrivibile forse allo stesso musicista, racconta le sofferenze patite da un giovanotto un po’ svenevole, innamorato cotto di una fanciulla carina assai: la mia mente m’è confusa – dice il nostro amico – per via di una dolce verginella… 🙂


Hassler, Mein Gmüth