Lunedì Mahler – II

Gustav Mahler (1860 - 1911): 3 Lieder (detti Poisl-Lieder, 1880). Thomas Hampson, baritono; David Lutz, pianoforte.


I. Im Lenz

Sag’an, du Träumer am lichten Tag,
was willst du heut’ mit dem Bangen?
Du wandelst so stumm durch Lenz und Hag,
als wärst du von Blinheit befangen.

Ich bin nicht blind und sehe doch nicht,
mir ist nicht dunkel und ist nicht licht,
könnt’ lachen und könnte weinen,
doch sagen könnt’ ich es Keinem.

O sieht dich die Sonne so freundlich an,
was sollen dir Schmerz und Reue!
Wirf ab deine Last, du trauriger Mann,
und freu’ dich an Sonne und Bläue.

Mich freut keine Sonne, mich freut kein Blau,
und hab’ doch den Frühling so gerne.
Ach, die ich allein nur am liebsten erschau,
die weilt schon lang in der Ferne.


II. Winterlied

Über Berg und Tal
mit lautem Schall
tönet ein Liedchen.
Durch Schnee und Eis
dringt es so heiss
bis zu dem Hüttchen.
Wo das Feuer brummt,
wo das Rädchen summt
im traulichen Stübchen.
Um den Tisch herum
sitzen sie stumm.
Hörst du mich, Liebchen?

Im kalten Schnee,
sieh’ wie ich steh’,
sing’ zu dir, Mädchen!
Hat denn mein Lied
so dich erglüht,
oder das Rädchen?
O liebliche Zeit,
wie bist du so weit,
o selige Stunden…
Ach, nur ein Blick,
war unser Glück
ewig verschwunden.


III. Maitanz im Grünen

Ringel, ringel Reih’n!
Wer fröhlich ist, der schlinge sich ein!
Wer sorgen hat, der lass’ sie daheim!
Wer ein liebes Liebchen küßt,
Wie glücklich der ist!
Ei, Hänsel, du hast ja kein’s!
So suche dir ein’s!
Ein schönes Liebchen, das ist was Fein’s. Juchhe!

Ringel, ringel Reih’n!
Ei, Gretel, was stehst denn so allein?
Guckst doch hinüber zum Hänselein?
Und ist doch der Mai so grün?
Und die Lüftelein zieh’n!
Ei, seht doch den dummen Hans!
Wie er rennet zum Tanz!
Er suchte eine Liebchen, Juchhe!
Er fand’s! Juchhe!
Ringel, ringel Reih’n!


Questi Lieder, che avrebbero dovuto far parte di un ciclo di cinque, furono composti nel febbraio del 1880 per Josephine Poisl, figlia del mastro di posta di Iglau, una smorfiosetta che illuse il povero Gustav e poi gli fece scrivere dal padre una lettera di benservito. Per piacere a Josephine, il diciannovenne musicista si era perfino fatto crescere la barba…

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Un pensiero su “Lunedì Mahler – II

  1. Belli ed importanti questi tre Lieder di Mahler!
    Ottima interpretazione.

    Ho letto i versi di questi Lieder, dedicati a Josephine Poisl.
    Vi è un continuo ricordare un qualcosa che non esiste più, una felicità smarrita.
    Cantore d’addii, di fini è Mahler con la sua personalità complessa e problematica.
    “Maitanz im Grünenmi” diverrà”Hans und Grethe”.

    Grazie, Claudio.
    🙂
    gb

    Buona nuova settimana.

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